Drei Produkte, die traditionelle Genüsse wurden

Haben Sie sich beim täglichen Genuss von Lebensmitteln auch schon einmal gefragt, wie und vor allem wie lange diese Produkte schon von Menschenhand hergestellt werden und wer sie erfunden hat? Anbei finden Sie die spannende Geschichte hinter drei beliebten Lebensmitteln, dem Brot, dem Öl und der Konfitüre.

BrotBrot

Bereits vor 10.000 Jahren begann der Mensch mit dem Anbau von Getreide, um Wasser-Getreide-Gemische auf heißen Steinen zu Fladen zu backen. Die Erfindung des Backofens sowie die Entdeckung der Hefe revolutionierte die Brotherstellung – es ließen sich Runde Laibe backen, die lockerer und schmackhafter waren. Die Ägypter leisteten an der Revolution des Backens einen weiteren großen Beitrag, denn vor ca. 5.000 Jahren entdeckten sie nicht nur die Sauerteiggärung, sondern sie entwickelten auch die Backöfen weiter. Dieses Wissen verbreitete sich über Griechenland in das Römische Reich. Die Backkunst wurde dort nochmals mit großem Erfolg optimiert: Die Grundtechniken von damals werden heute noch in unseren in unseren Backstuben verwendet und durchschnittlich verzehrt jeder Deutsche 83 kg Brot im Jahr – Das ist Platz 1 unter den Lebensmitteln.

Marcus Graun, Küchendirektor der Schlossgastronomie im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg, über Brot:
„Das Althoff Grandhotel Schloss Bensberg bietet seinen Gästen einen ganz besonderen und vor allem seltenen Service: Wir sind eines der wenigen Hotels in Deutschland mit einer hauseigenen Bäckerei und einem Bäcker. Herr Hock beginnt bereits seit 14 Jahren seinen Dienst um 1.00 Uhr morgens, damit sich schon unsere Frühstücksgäste über ofenfrische Brötchen und Brote freuen können.
Wir backen ganz traditionell selbst, da wir so die Frische und die Qualität der Backwaren selbst bestimmen und kontrollieren können und nicht auf Fremdfirmen angewiesen sind. Unser breit gefächtertes Sortiment umfasst alle Brote und Brötchen für das Frühstücksbuffet – zusätzlich backen wir Kuchen, Feingebäcke und Teilchen.
Für unsere Trattoria Enoteca stellen wir auch alle italienischen Backwaren selbst her: Grissini, Ciabatta und das bei den Gästen sehr beliebte Focaccia. Auch das Restaurant Vendôme von Joachim Wissler erhält seine Brötchen aus der schlosseigenen Bäckerei. Für diese stellen wir sogar die Hefe selbst her.“

OelÖl

Öl ist ein lebenswichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung und bereits 3.500 v. Chr. gab es auf Kreta die ersten Ölpressen. Damals war Öl ein sehr seltenes Gut und gemeinsam mit Salz war es das erste Produkt, welches über weite Entfernungen gehandelt wurde.
Erst die Weiterentwicklung der Landwirtschaft und die industrielle Gewinnung von Ölen aus Pflanzen machten die rasante Bevölkerungsentwicklung im Europa des 18. und 19. Jahrhunderts möglich.
Heute ist durch Raffination die Produktion von geruchs- und geschmacksneutralem Speiseöl möglich. Die weltweit wichtigsten Ölfrüchte sind Sojabohnen, Palmfrüchte, Raps, Sonnenblumen und Mais.

Walter Leufen, Küchendirektor im Restaurant Il Barcaiolo im Althoff Seehotel Überfahrt, über Öl:
„Ein besonders gutes Olivenöl ist die Grundlage jeder typisch italienischen Rezeptur. Unser hausgemachtes Gewürz-Olivenöl verleiht den von Ihnen geschätzten kulinarischen Kreationen das gewisse Etwas. Verfeinern auch Sie Ihre Speisen mit Italiens einzigartigen Kräutern und Gewürzen. Ob Antipasti, Primi- oder Secondi Piatti – Das Gewürz-Öl ist immer die richtige Wahl!

Tafel Gewürz-Öl
Meine zwei Empfehlungen zur Verwendung unseres Gewürz-Öls:

  • Spaghetti No 5 von Barilla al dente kochen, tropfnass in einen separaten Topf geben, mit dem Gewürz-Öl großzügig beträufeln und fertig garen. Nach Geschmack salzen und mit frisch geriebenem Parmesan vermischen, sofort servieren.
  • Entrecote vom Rind mit Gewürz-Öl einreiben, zusätzlich mit Meersalz und Pfeffermühle würzen und grillen. Gegebenenfalls kurz vor dem servieren nochmals mit dem Öl einpinseln.“



MarmeladeKonfitüre

Ende des 18. Jahrhunderts wurde der süße Brotaufstrich von der Kaufmannsfrau Janet Keiller aus Dundee, Schottland erfunden. Ihr Mann kaufte einem spanischen Handelsschiff eine große Menge an alten Bitterorangen ab, welche roh allerdings ungenießbar waren. Sie hackte die Früchte klein und kochte diese mit sehr viel Zucker ein. Heraus kam ein verkaufsfähiges Produkt, welches sie in ihrem Süßwarenladen als „Jam“ anbot. Die Nachfrage stieg und schon bald wurde die berühmte schottische Bittermarmelade in Fabriken Produziert. 1797 gründete die Familie Keiller die erste Marmeladenmanufakur der Welt.


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„Confiture de figues“ aus dem Althoff Hotel Villa Belrose
Zu einem klassischen, französischen Frühstück mit Croissants und Baguettes darf eine gute, hausgemachte Konfitüre nicht fehlen. Dafür werden in Frankreich oft regionale und frisch geerntete Früchte verwendet, beispielsweise Feigen. Genießen Sie die feine und extravagante Konfitüre aus der Provence auch am eigenen Frühstückstisch:

Zutaten: 1,2 kg reife Feigen, 800 g Zucker, 1 Vanilleschote, 2 Lorbeerblätter, 600 ml Wasser

Zubereitung: Das Wasser mit dem Zucker, der Vanilleschote und den Lorbeerblättern in einem großen Topf zum Kochen bringen. Feigen langsam hinzufügen. Dabei darauf achten, dass die Masse nicht zu sehr abkühlt. Das Ganze vier Stunden auf niedriger Flamme einkochen. Danach Vanilleschote und Lorbeerblätter entfernen, die Marmelade in geeignete Gläser abfüllen und Luftdicht verschließen.

Der Unterschied zwischen Marmelade, Gelee und Konfitüre:

  • Marmelade: Laut EU-Definition besteht sie ausschließlich aus Zitrusfrüchten.
  • Gelee: Fruchtsaft, der mit Hilfe von Verdickungsmitteln zu Gelee verarbeitet wird.
  • Konfitüre: Hier wird der genießbare Teil der der Früchte in Stücken gemeinsam mit Zucker und Wasser verarbeitet. Der Fruchtanteil darf nicht unter 35% liegen, bei „Konfitüre Extra“ nicht unter 45% (Eine Ausnahme gilt bei Beerenfrüchten).

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