Pilze sammeln

Wann beginnt die Pilzsaison und wann kann ich meine Lieblingspilze finden? Welche sind giftig und wo genau soll ich suchen? Diese und ähnliche Fragen rund um das Thema Pilze sammeln werden oft gestellt, die Antworten jedoch nur noch selten von Generation zu Generation weitergegeben. Wir helfen heute mit dem kleinen Pilz-Einmaleins für absolute Pilz-Sammel-Beginner.

Im Allgemein kann man sagen, dass Speisepilze in nahezu allen Monaten zu finden sind. Die meisten Pilze wachsen allerdings von Sommer bis Herbst. Besonders im Herbst nach Regenfällen sprießen sie in deutschen Wäldern. Daher gilt als Hauptsaison die Zeit von September bis Oktober. Die größten Gebiete zum Pilze sammeln befinden sich in Deutschland vorwiegend in Bayern. Aber in nahezu jedem anderen Bundesland gibt es pilzreiche Regionen, ob in Hamburg und Berlin, im Thüringer Wald, Erzgebirge, Pfälzerwald, Schwarzwald, Rothaargebirge, Lahn-Dill-Bergland, in der Lüneburger Heide und vielerorts mehr. Zum Pilze sammeln sind festes Schuhwerk und eine Regenjacke optimal, da die meisten Pilze nach einem Schauer sprießen. Wer keinen guten Orientierungssinn besitzt, sollte neben einem Korb, einem Pilzmesser und einem Pinsel in großen Waldgebieten auch einen Kompass mitnehmen. Außerdem sollten Sie sich vor eventuellen Zeckenbisses schützen. Anfänger nehmen am besten auch ein Pilzbuch mit, damit nur genießbare Exemplare im Korb landen. Von nassen, schimmeligen, gefrorenen und zerfressenen Pilzen sollten man generell die Finger lassen. Auch auf die vorgeschriebene Höchstmenge ist zu achten, die in Deutschland je nach Bundesland klar geregelt ist.

Die Pilze werden direkt oberhalb des Waldbodens am Stiel abgeschnitten und sollten auf keinen Fall in Rucksäcken, Tüten oder Plastikeimern transportiert werden. Denn durch das Schwitzen zersetzt sich das Eiweiß in kürzester Zeit, und es kann es beim Verzehr zur Vergiftung kommen. Bis zur Zubereitung sollten die Pilze kühl und trocken gelagert werden.

Im Mai beginnt die Saison für den beliebten Steinpilz. Pfifferlinge führen das Pilzsortiment ab Juni weiter. Verschiedene Champignonarten wie beispielsweise der Wiesenchampignon, der Waldchampignon und der Anischampignon haben erst im Herbst ihren Auftritt. Aber Achtung: Champignons werden oft mit den hochgiftigen und tödlichen Knollenblätterpilzen verwechselt. Pilzfreunde sammeln ab September Marone, Herbsttrompete, Schopftintling und natürlich auch noch Steinpilze und Pfifferlinge. Rauchblättriger Schwefelkopf, Hallimasch und Stockschwämmchen bilden das Schlusslicht der essbaren Pilze. Auch diese Pilze sind roh teilweise giftig und daher nur im gekochten oder gut gedünsteten Zustand essbar. Eins sei an dieser Stelle noch verraten:  Jedes Pilzgericht schmeckt mit selbst gesammelten Pilzen gleich doppelt so gut. Zum Beispiel Pici con Sugo di Funghi, Toskanische Bauernnudeln mit Steinpilzen und Tomate von Küchendirektor Werner Leufen aus dem Althoff Seehotel Überfahrt.

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