Wie der Besuch im Museum wieder zum Kult wird

Vor allem in der Herbst- und Winterzeit sind Museen ein wahrer Magnet. Wenn es draußen regnet oder schneit, verbringt man hier einen schönen Tag mit den Liebsten. Doch längst locken akkurat aufgestellte Exponate, ellenlange Texttafeln und altertümliche Reliquien niemanden mehr ins Museum. Man will Geschichte individuell erleben, am liebsten sogar anfassen, nur das erfahren was man tatsächlich auch wissen will – Und das auf möglichst bequeme Art und Weise. Zeit für die Museen umzudenken, mit der Zeit zu gehen und die Besucher aktiv in die Ausstellungen einzubinden. Das dies auch mit einfachsten Mitteln möglich ist, zeigen diese vier Beispiele für das „Museum 2.0“.

  • Das Pergamonmuseum Berlin
    Beheimatet auf der Museumsinsel Berlin beherbergt das Pergamonmuseum Teile der Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Es gilt als das meistbesuchte Museum in Berlin. Seit September 2014 lässt sich der Teil mit dem berühmten, namensgebenden Pergamonaltar nicht mehr besichtigen. Grund dafür sind aufwendige Sanierungsmaßnahmen. Geplant sind neben der Renovierung von Dach und Fassade auch die Erneuerung der technischen Ausrüstung. Eine untrügliche Ankündigung dafür, dass sich die Besucher auf einen modernen (vielleicht sogar multimedialen) Altarsaal freuen können, der ab 2019 in neuem Glanz erstrahlt.
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  • Deutsches Museum München
    Auch das größte Wissenschafts- und Technikmuseum der Welt befindet sich zur Zeit im Umbruch: Einige der Ausstellungen sind zur Zeit geschlossen und werden bis 2025 völlig neu gestaltet. Das Museum selbst schreibt darüber, dass dies ein Umbau mit dem Ziel sei, das Deutsche Museum zum wohl modernsten Technikmuseum der Welt zu machen. Alles unter dem Motto: „Das Deutsche Museum erfindet sich neu – noch faszinierender, noch moderner, noch begreifbarer.“
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  • Miniaturwunderland Hamburg
    Herzlich Willkommen auf der größten Modelleisenbahn-Anlage der Welt! Hier schlagen nicht nur Kinderherzen höher: 2020 soll ein vorläufiger Endausbau erreicht sein, dann werden auf insgesamt 2.300 m² Modellfläche circa 1.300 Züge auf rund 20 km Schienenlänge zu bestaunen sein. Neben einzigartigen, technischen Systemen zur automatischen Steuerung von Autos, Flugzeugen und Zügen wird vor allem auf die liebevolle, detailreiche Gestaltung wert gelegt. Mit Erfolg, denn auch nach einigen Besuchen gibt es stets noch etwas neues zu entdecken.
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  • Van Gogh Alive
    So könnte es aussehen, das Museum der Zukunft: Zum ersten Mal gastierte die Ausstellung „Van Gogh Alive“ in Deutschland. Im Berliner Nikolaiviertel bestaunten die Besucher das Leben und Schaffen von Vincent van Gogh. Doch hier wurde nicht einfach nur auf Texttafeln und Gemälde geschaut: Ein ausgeklügeltes, multimediales System mit 40 Bildprojektoren verwandelten die Wände, Säulen und den Fußboden in ein lebendiges Kunstwerk. Abwechselnd wurden über 3000 Werke gezeigt, begleitet von Musik und Farbwechseln. „Eine Sinfonie der Lichter, Töne und Farben – eine einzigartige multisensorische Erfahrung!“

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