Dass Gin längst die Welt der Spirituosen erobert und in Deutschland eine exponierte Stelle im Barschrank eingenommen hat, wird im Jahr 2011 klar, als das Label Monkey-47 aus dem Schwarzwald zum „Besten Gin der Welt“ gewählt wird. Spätestens dann ist der Gin-Hype hierzulande  perfekt. Viele Gin-Variationen folgten.

Gin wird nicht oft pur getrunken, wenn auch der ein oder andere Gin sich aufgrund seiner Milde durchaus dafür eignet. Beliebter ist die erfrischend herbe Kombination aus Gin und Tonic. So sind die Möglichkeiten schier unendlich. Dabei steckt die Basis immer im vielseitigen Wacholder. Er kann erdige und sehr frisch wirkende Noten haben, jene, die mit dem Geruch von frisch gemähtem Gras vergleichbar sind oder die an einen Waldboden nach dem Regen erinnern. Bei Gins, die besonders den Wacholder betonen, spricht man von klassischen Destilled oder London Dry Gins. In dieser Kategorie entdeckt man tolle Variationen und sehr unterschiedliche Gins, doch alle haben gemeinsam, dass man die Wacholder sofort erkennt.

Weitere Bestandteile wechseln von Hersteller zu Hersteller, es fließen beispielsweise Noten von Ingwer, Muskat, Orangenschalen oder Paradiesapfel-Kernen ein. Für Experimentierfreudige gibt es Destillate, die mit einer bemerkenswerten Aromenpalette aufwarten: Sie reichen von Mohn über mediterrane Kräuter bis zu exotischen Früchten wie Drachenfrucht und Pomelos. Auch florale Töne wie Damaszener Rosen, Geranien und Lavendel werden immer mehr eingebunden. Insgesamt kommen bei der Gin-Herstellung etwa 120 verschiedene Zutaten als Aromen und Wirkstoffe zum Einsatz. Begleitet werden sie von Tonics, die die sanfteren Töne modernerer Gins nicht unterdrücken. Sie haben einen niedrigeren Zuckergehalt oder unterstützen das Aroma mit ebenso mediterranen Noten.

Exotischere Gins werden auch mit exotischen Garnituren kombiniert: Getrocknete Rosenblüten, Thymianästchen, frische Himbeeren, Grapefruitschnitze – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, und Desitillat-Gourmets können sich den eigenen Gin & Tonic ganz individuell zusammenstellen. Wer es klassisch mag, wählt Zesten von Zitrusfrüchten oder die Schale einer Gurke, die für Frische im Glas sorgt.

Profis lassen sich auf das Erlebnis Gin zum Beispiel im Althoff Seehotel Überfahrt ein, das seine Gäste mit spannenden Gin-Kombinationen überrascht. Verführung bekommt hier eine neue Definition, Geschmack wird zum Genuss und Gin nicht nur zum hippen Party-Drink, sondern zum Basic einer Bar. Die Elegant-Nature-Lobby-Bar bietet eine Gin-Karte mit 20 Sorten aus aller Welt sowie drei verschiedene Tonic Waters an. So entdeckt jeder, der sich auf eine Reise durch die Welt des Gins einlässt, ganz neue Geschmacksrichtungen und taucht ein in die Vielfalt des Gins.

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