Quinta do Paral, Vidigueira, Alentejo

Der Kölner Unternehmer Dieter Morszeck © Ralf Kaiser

Weininspirationen aus Portugal

Als sich das Weingut Quinta do Paral im Alentejo dem Kölner Unternehmer Dieter Morszeck in Portugal anbot, hat er keine Sekunde gezögert. Es war ein Glücksgriff. In den Weinbergen hat er zusammen mit seinem Önologen Luís Morgado Leão einen Schatz gefunden: alte Reben aus den echten autochthonen Rebsorten des Alentejo, die teilweise über 40 Jahre alt sind. Auf dem Weingut im Süden des Alentejo werden seit 2017 Weine gekeltert, die zu den besten Portugals gehören. Bei den internationalen Wettbewerben „International Wines & Spirits Contest CINVE“ sowie der „international Wine Challenge“ sind sowohl der 2017 Branco als auch der 2017 Colheita Selecionada Tinto mit höchsten Punktzahlen und Silbermedaillen ausgezeichnet worden.
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Das Weingut umfasst 102 Hektar an Ländereien, die so typisch für das Alentejo sowohl mit Korkeichen, Oliven und natürlich Wein bepflanzt sind. Das besondere sind die alten Rebstöcke aus den Sorten Arinto, Antão Vaz, Touriga Nacional und der seltenen Alicante Bouschet, die den Weinen das besondere geben. Zur Abrundung finden aber auch internationale renommierte Sorten ihren Platz in den feinen Cuvées.

Ursprünglich befand sich das historische Anwesen im Besitz des Grafen José Luís D’Andrade de Vasconcelos e Sousa und wurde zur Rinderzucht genutzt. Ab dem Jahr 2009 realisierte Vorbesitzer João Xabregas jedoch auf circa 41 Hektar brachliegendem Land seine Vision von der Herstellung hochwertiger Weine und Olivenöl. Seit 2017 verbindet das Weingut unter neuer Leitung von Dieter Morszeck Tradition und Moderne, innovative Technik und aufwändige Investitionen treffen auf den klassischen Stil und die Einzigartigkeit des Terroirs im Alentejo.
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Anlässlich der Feinschmecker Wine Awards am 27. April 2019 im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg können Sie die außergewöhnlichen Weine direkt an der Seite von Joachim Wissler und dem Team des Vendôme verkosten.
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Über die Weine

© Ralf Kaiser

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 2017 Quinta do Paral Branco

Cuvées sind ganz typisch für das Alentejo. So hat Luís, der Kellermeister für „den kleinen exzellenten Essensbegleiter“ vier Rebsorten perfekt vermählt. Im Jahr 2017 haben für ihn die vier Rebsorten die Vielfalt des Terroirs von Granit bis Kalk und Schiefer perfekt interpretiert.
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Antão Vaz = regionale autochthone Rebsorte

Verdelho = regionale autochthone Rebsorte von den Azoren

Vermentino = italienische renommierte Rebsorte

Viognier = französische renommierte Rebsorte
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Von der wichtigsten weißen Sorte im Ort Vidigueira im Alentejo, der Antão Vaz kommt auch die ansprechende Mineralität des Weines. Das Ergebnis ist ein trockener Weißwein mit traubigem Duft. Am Gaumen ist er cremig und hat  feine exotische Klänge.
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2017 Quinta do Paral Colheita Selecionada Branco    
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Ich liebe die Rebsorte Arinto mit ihrem feinen Limettenduft und ihre frische Art. 10 % Vermentino bilden die Unterstützung, die für die Cremigkeit sorgt. Man nennt die Arinto auch „der Portugiesische Riesling“. Die Colheita Selecionada Weine reifen für einige Monate im Eichenholzfass. Der Weißwein zeigt auf eindrucksvolle Art, dass das Alentejo nicht nur gute Rotweine hervorbringt, sondern rundum den historischen Ort Vidigueira ganz exzellete Autochthone Weissweine wachsen.
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2017 Quinta do Paral Tinto
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Der „kleine Rotwein“ ist frisch und fruchtig und ungeheuerlich animierend. Am Gaumen ist er würzig und zeigt einen feinen Anklang von frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer. Auch hier sind vier rote Rebsorten für das gekonnte Cuvée zuständig: Touriga Nacional = DIE portugiesische rote Rebsorte

Touriga Franca = eine sehr gute autochthone portugiesische Rebsorte
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Petit Verdot = eine Edelrebsorte aus Bordeaux
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Petit Syrah = eine französische Edelrebsorte
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Der im Edelstahl ausgebaute Rotwein ist ein sehr lebendiger Wein – wie das moderne kreative Portugal eben: VIVA!
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2017 Quinta do Paral Colheita Selecionada Tinto
 
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Touriga Nacional = DIE portugiesische rote Rebsorte
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Alicante Bouschet = die neue Lieblingsrebsorte der Sommeliers
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Cabernet Sauvignon = die erfolgreichste internationale Rebsorte
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Syrah = klassisch würzige internationale Rebsorte
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2017 Quinta do Paral Colheita © Ralf Kaiser

Handlese und sorgfältige Selektion der Trauben ist auf der Quinta do Paral selbstverständlich. Die Fermentation erfolgt im Edelstahl. Dann geschieht die Reifung in Eichenfässern aus Amerikanischer und Französischer Eiche.
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Der rote Colheita Selecionada ist kein Leichtgewicht, dennoch besticht der Wein mit einer animierenden Frucht nach roten Beeren und elegant abgestimmten Eichenholznoten, die ganz anregend die intensive Würzigkeit am Gaumen unterstreichen. Sympathisch, einladend und finessenreich, ist die Flasche schneller leer als man glauben mag, denn hier passt das perfekt abgestimmte Cuvée der Rebsorten, die Erkennbarkeit der Weinregion Alentejo und ihrem Terroir und die intensive Frucht einfach perfekt zusammen.
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„Ich will etwas bewegen“
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Unternehmer mit großem Herz
Die Augen von Dieter Morszeck leuchten, wenn er über die Arbeit seiner Stiftung spricht. Die Stiftungszwecke sind Luftrettung, Forschung, Bildung und Kinder. „Derzeit fokussieren wir uns auf drei große Projekte“, berichtet Morszeck. Die Dieter Morszeck Stiftung fördert fünf zukunftsträchtige Projekte am Deutschen Krebsforschungszentrum und finanziert einen neuen Trakt für das Kinderkrankenhaus in Köln. Zudem baut die Stiftung in Brasilien eine Luftrettung für Menschen in einem schwer zugänglichen Gebiet am Amazonas auf und unterstützt den Aufbau von Schulgärten, um die Schulkinder mit gesunden Lebensmitteln versorgen zu können. „Uns ist wichtig, dass das Geld eins zu eins bei den Menschen ankommt, ohne Abzug von Verwaltungskosten“, betont er.
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© Ralf Kaiser

 
Flugzeuge im Blut

Die Luftrettung in Brasilien ist ein großer Traum. Dieter Morszeck wird auch selbst Rettungseinsätze fliegen. Ein Rettungsflugzeug wurde bereits nach Brasilien überführt, ein weiteres ist bestellt.

Gerettet hat der leidenschaftliche Unternehmer und Pilot auch ein Stück Luftfahrt­geschichte: das legendäre Flugzeug Junkers F 13.

2016 hob sich der Nachbau des Fliegers zum ersten Mal in die Lüfte. Hört man Dieter Morszeck zu, wenn er über die F13 berichtet, kommt man ins Schwärmen: „Das war ein unglaubliches Glücksgefühl. In der F 13 fliegt man wie in einer Kutsche über die Landschaft und sieht, wie schön die Welt ist. Die letzten F 13 standen in Museen und waren nicht mehr flugfähig. Viele kennen die JU 52, aber nur die wenigsten die Junkers F 13. Dabei ist sie als erstes Vollmetallflugzeug der zivilen Luftfahrt die Mutter aller heutigen Verkehrsflugzeuge. Ich habe schon früh beschlossen, weitere Maschinen zu bauen – und bin überzeugt, dass sie schnell Käufer finden werden. Die nächsten drei Flug­zeuge sollen 2019, pünktlich zum 100. Jahres­tag des Erstflugs, fertiggestellt sein. Die Nach­bauten sind übrigens – wie schon in der ursprünglichen Produktionszeit von 1919 bis 1932 – aus dem gleichen Flugzeugaluminium gefertigt wie die Alu-Koffer von Rimowa. Hier schließt sich ein Kreis. Ich bin stolz, dass Junkers uns für die Produktion der F 13 die Namens­rechte übertragen hat und wir Flugzeuge unter dem Namen Junkers Flugzeugwerke AG bauen können.“


Über Claudia Stern

Claudia Stern ist Genussbotschafterin und kennt sich exzellent mit regionalen Produkten sowie mit der regionalen Küche aus. Genau darüber schreibt sie in ihrer Kampagne „Claudia Stern über….“ für die Althoff Genuss Gedanken und berichtet von ihren Erfahrungen und Erlebnissen und gibt dabei wertvolle Empfehlungen und Tipps. Claudia Stern führt die Wein- und Eventagentur wine& Glory in Köln und ist ganz nebenbei noch Clubmanagerin der wineBANK.

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