Biere aus Bayern sind für eingefleischte Fans Klassiker und Raritäten zugleich: Stolze 30.000 Brauereien gab es in Bayern noch vor 200 Jahren. Heute sind es im Freistaat noch gut 620 Brauereien, in denen aus nichts als Wasser, Hopfen und Malz ganz unterschiedliche Biere gebraut werden. Für die Gäste aus der Fülle des Angebots die beste Auswahl von Bieren aus Bayern zusammenzustellen ist für das Althoff Seehotel Überfahrt Ehrensache, und haben wir für das Althoff Magazin einige Empfehlungen – von mild bis würzig, von weiß bis tiefdunkel.

Die Weißbierbrauerei Hopf in Miesbach gilt nicht zuletzt wegen ihrer „Hellen Weiße“ als Geheimtipp. Die Traditionsbrauerei im oberbayerischen Miesbach hat sich seit 1892 auf das obergärige Weißbier spezialisiert und braut neun verschiedene Sorten der berühmten bayerischen Spezialität. Die „Helle Weiße“ ist ein klassisches Hefeweißbier aus zwei Dritteln Weizenmalz und einem Drittel Gerstenmalz – unfiltriert, von hellgoldener Farbe, mit dem typischen Weißbieraroma und einer dezent fruchtigen Note. Das spritzige und erfrischende Bier schmeckt besonders gut zu bayerischen Schmankerln, zu vegetarischen Gerichten sowie auch zu weißem Geflügel oder Fisch.

Für ihre „Bio-Dinkel Weisse“ lässt die Brauerei Unertl in Mühldorf am Inn von Landwirten in der Umgebung besten Bio-Dinkel anbauen, aus der Hallertau kommt Bio-Hopfen dazu, und das aus dem hauseigenen Arteserbrunnen stammende Wasser wird noch zusätzlich energetisiert. Und da nach Ansicht der Unertl-Braumeister sowohl die Hefe als auch das Bier lebendig sind, wird die ganze Brauerei von abends bis in die Morgenstunden mit klassischer Musik beschallt. Die „Bio-Dinkel Weisse“ ist der Firmengründerin Philomena Unertl gewidmet und zeichnet sich durch einen besonders milden Geschmack aus.

Das „Camba Märzen“ der Privatbrauerei Camba Bavaria in Truchtlaching hat sein Vorbild im klassischen untergärigen Wiesnbier, das jedes Jahr auf dem Münchner Oktoberfest ausgeschenkt wird. Eine feine Balance aus hellen, dunklen und Karamellmalzen gibt diesem Lagerbier die kräftige Kastanienfarbe und den malzigen, karamellartigen Geschmack. Das feine Märzen aus dem Chiemgau hat 13,2 Prozent Stammwürze, stolze 5,6 Prozent Alkohol und eine deutlich wahrnehmbare Bitternote. Es kommt unfiltriert in die Flasche, passt bestens zu Geflügel, Braten und Hausmannskost, und gilt nicht nur unter Feinschmeckern als echter Geheimtipp der Biere aus Bayern.

Ein ganz besonderer Genuss für Pilsfreunde ist das „Schönramer Pils“. Dieses Bier der Brauerei Schönramer in Petting enthält nur ältere bayerische Gerstensorten, die mild und besonders verträglich sind, und wird stärker gehopft als die gängigen Pilssorten aus „preußischen“ Gefilden. Da jedoch ausschließlich Aromahopfen verwendet wird, kommt die bittere Note ganz besonders harmonisch und angenehm zur Geltung.

Den großen Namen dreier bayerischer Regenten trägt das „König Ludwig Dunkel“, der Klassiker aus der König Ludwig Schlossbrauerei in Kaltenberg. Prinz Luitpold von Bayern, umtriebiger Urenkel des letzten Bayernkönigs Ludwig III., hat für diese Spezialität die dunkle Biersorte neu interpretiert und so genießt das „König Ludwig Dunkel“ geradezu Kultstatus unter Bieren aus Bayern. Es ist süffig mit edler Hopfennote, angenehm herb und gehaltvoll im Geschmack.

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